Neujahrsempfang
der Gemeinde am
19.
Januar 2012
im Festsaal der Wassermühle



Ansprache
des Bürgermeisters
Meine
Damen und Herren, liebe Gäste, ich begrüße Sie alle recht herzlich zu
unserem diesjährigen Neujahrsempfang der Gemeinde Hanshagen.
Sie
können gewiss davon ausgehen, dass sich hier im Raum die wichtigsten Leute
unseres Ortes befinden, darum muss ich aus Gründen
des
Zeitmanagement darauf verzichten, Sie alle namentlich zu begrüßen. Es
liegt eine Liste aus, auf der alle Gäste mit ihrer Funktion, die
sie
hier her geführt hat, aufgeführt sind.
Unsere
lieben Gäste jedoch, die von außerhalb kommen werde ich selbstverständlich
persönlich begrüßen.
Unsere
Landrätin, Frau Dr. Syrbe,
unseren
Kreistagspräsident und Bürgermeister von Loitz, Herrn Sack,
unseren
Amtsvorsteher und Bürgermeister von Katzow, Herrn Labahn,
unseren
Pfarrer, Herrn Ballke,
den
Geschäftsführer des ASB- Anklam Herrn Wahle und
den
GF der VWG- Hanshagen und St-Betriebsleiter des ZWAB- Diedrichshagen,
Herrn Hermann.
Ja,
und als Letzte, aber wahrlich nicht Geringste, freue ich mich, die Hausherrn,
Frau Gabi und Herrn Klaus Schilling, begrüßen zu
können.
Bei Euch möchte ich mich zudem für die freundliche Unterstützung unserer
heutigen Veranstaltung bedanken. Es ist nicht das
erste
Mal, dass ihr uns helft, wir wissen das zu schätzen.
Ich
weiß nicht, wie Ihnen das geht, aber wenn ich momentan Zeitung lese, Radio
höre oder das Fernsehen anmache und all die
schlimmen
Dinge zur Kenntnis nehme, die nah und fern passieren, dann bin ich geneigt,
mit ein wenig Zynismus folgende Prognose
zu
verkünden:
„Das
Jahr 2012 wird wohl ein eher Durchschnittliches werden.
Es
wird etwas schlechter als 2011,
aber
nicht so schlimm, wie das, was danach kommt“.
Wenn
ich an die finanzielle Situation der Gemeinde denke, dann vergeht mir
das Augenzwinkern, mit dem ich eigentlich Spruch
beenden wollte.
Aber
keine Angst, ich will hier nicht zum kollektiven Suizid aufrufen, diejenigen,
die mich kennen, wissen, dass ist nicht mein Stil.
Ich
will vielmehr gleich zu Beginn klarmachen, dass bei allem, was ich jetzt
im Folgendem von Leistungen berichte, die die vielen
ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde im letzten Jahr
erbracht haben, es nur vorwärts gehen kann, wenn die
Anstrengungen nicht nachlassen und darüber hinaus, der eine oder andere,
der sich bislang als kritischer Zuschauer gefällt, noch aktiviert wird.
Lassen
wir kurz das vergangene Jahr Revue passieren:
Nachdem
wir irgendwann im März endlich den Schnee los waren und der Sylvesterdreck
zum Vorschein kam, war erst mal
Aufräumen
angesagt. Zu den regelmäßigen Terminen im Jahr gehört unserer gemeinsamer
Frühjahrsputz als „poßle subodnick“
oder
auf Deutsch nachsozialistische, gemeinwohlorientierte kollektive, Sonnabendaktivität.
Mit
einer gewissen Varianz sieht man dort auch immer die Selben, viele von
denen sind hier in der Runde. Denen und unserem
Umweltausschuss hier und jetzt ein herzlichen Dankeschön.
Ich
sehe das so:
Diejenigen,
die sich im Dreck nicht wohl fühlen, räumen in weg, auch wenn er auf der
Straße
liegt
und sie ihn da nicht hin geworfen haben. Es gibt eben solche und solche
Leute.
Zu
Ostern gab es natürlich den Gottesdienst, schließlich ist es eines der
größten Feste der Christenheit. Am Nachmittag zuvor
gab
es den schon traditionell den Osterbasar des Jugendklubs und abends das
Osterfeuer unserer Freiwilligen Feuerwehr.
Da
sind dann auch die zu sehen, die beim Frühjahrsputz gefehlt haben. Allerdings
nicht mehr, wenn aufgeräumt wird, dann
sind
die Kammeraden wieder alleine. Das ist nun mal so, aber das Osterfeuer
wollen wir trotzdem nicht missen, man kommt das
erste
Mal im Jahr wieder zusammen im Dorf und wertet den harten Winter aus,
redet miteinander, macht Pläne und Verabredungen
und
die FFW generiert ein paar Einnahmen.
Der
nächste Höhepunkt war unser volkssportliches Volleyballturnier, von dem
wir jährlich eine Frühjahrs und eine Herbstvariante
haben
und das sich seit über 20 Jahren einer stetigen Begeisterung erfreut.
Neben dem sozialen Aspekt im Ort selbst, macht es
Hanshagen auch in der Region bekannt, denn wir haben immer reichliche
Gäste aus der Umgebung bei uns.
Der
unbestrittene Höhepunkt im Jahr, auch wenn es jedes Mal ein finanzieller
und organisatorischer Kraftakt ist, ist zweifelsfrei
unser
traditionelles Dorf & Schützenfest am Pfingstsonntag.
An
dieser Stelle sei ausdrücklich zum einem den Kammeraden der FFW gedankt
und zum anderen ist das Engagement von
Andre
Rutz hervor zu heben, der mit seinem Nachbarn Maik Lange einige Stunden
Zelt Auf- und Abbau geleistet hat.
In
aller Bescheidenheit will ich erwähnen, dass ich auch mit angefasst habe.
Ein paar Heldentaten muss ich ja auch abrechnen.
Natürlich
darf man nicht vergessen, was an Organisation und Manpower auf dem Schießplatz
durch den SV 1900 e.V. geleistet wurde.
Dirk Fleischer, Dir dafür stellvertretend vielen Dank. Ich glaube Elfried
Kohl muss man auch dennoch namentlich erwähnen,
auch
wenn er nicht mehr Vereinsvorsitzender ist.
Aber
all das hätte nichts genutzt, hätten wir nicht die zahlreichen und großzügigen
Spender gehabt, die durch ihr finanzielles
Engagement das überhaupt möglich gemacht haben.
Gerade
dieses Dorf & Schützenfest ist deshalb von so großer Beliebtheit,
weil es nahezu alle Einrichtungen und Vereine der
Gemeinde
zusammenführt bzw. herausfordert.
Die
Jugendlichen organisieren, ohne die Gemeinde organisatorisch und finanziell
zu beanspruchen, ihr Fußballturnier,
die
OG der VS verkauft nachmittags Kaffee und Kuchen zur Familienunterhaltung
und der Kindergarten ist regelmäßig mit dabei.
Ich
habe zu diesem Anlass mehrfach über das bürgerschaftliche Engagement in
unserer Gemeinde gesprochen und ich will es
auch heute wieder tun. Gerade weil die kommunale Finanzausstattung keinen
Spielraum für freiwillige Aufgaben lässt, ist hier
die
einzige Möglichkeit unsere Lebensqualität zu erhalten, einer Entfremdung
und Individualisierung oder sozialen Abkühlung,
so
will ich das mal nennen, entgegenzuwirken.
Alle,
Strukturen wie Einrichtungen und Vereine, jede in ihrer spezifischen Art
trägt dazu bei.
Schaut
man auf unsere Gästeliste spiegelt sich das durch die dort engagierten
Personen wieder.
Unsere
Feuerwehr,
die
KITA mit Hort und Jugendklub unter ihrem Träger ASB – Anklam,
der
Schützenverein 1900 e.V.
der
Sportverein 94 e. V. mit den Sparten Frauensport, Judo, Volleyball und
Gesellschaftstanz,
die
Ortsgruppe der VS und der unter ihrem Dach etablierte wöchentliche Frauentreff
und
die
evangelische Kirchengemeinde.
Auch
wenn Hanshagen kein nennenswertes Gewerbegebiet aufweist, wir sind halt
primär ein attraktiver Wohnstandort,
will
ich unsere Gewerbetreibenden nicht unerwähnt lassen, sie stellen Arbeitsplätze
zur Verfügung und die Mehrzahl von
ihnen
unterstütz, jeder nach seinen Möglichkeiten die Gemeinde und ihre Einrichtungen,
z.B. unsere FFW, nach Kräften.
Was
hat sich nun in der Hardware getan im letzten Jahr? Hier werden die Ergebnisse,
die wir vorzeigen können zugegebener
Maßen
immer bescheidener.
Das
liegt zum Einem daran, dass ja schon sehr viel an Investitionsbedarf in
den letzten Jahren abgearbeitet wurde aber zu
Anderen
ist schlicht kaum noch Geld da, um das, was noch dringend erforderlich
ist, z. B. die Querstraße im Ortskern zu realisieren.
Das
Teuerste im vergangenen Jahr war der Winter, und es wäre uns noch wesentlich
teurer gekommen, hätten wir nicht seit
vergangenem Jahr die Kurowski & Kaminski GbR unter Vertrag, die sich
als bester Partner im Winterdienst der letzten 21 Jahre
herausgestellt
haben. Auch in dieser Saison sind wir mit Euch zufrieden, so wenig Schnee
lag im Winter lange nicht auf unseren Straßen!
Aber
ich war bei den Kosten des letzten Winters, der unsere Technik enorm verschlissen
hatte und eine Reihe von zusätzlichen,
unabweisbaren Ausgaben zur Beherrschung oder besser Verwaltung der Folgen
verursachte. Also, nach dem Winter war das Geld alle.
Das
wir dennoch ein Projekt realisiert hatten, was kaum noch jemand auf dem
Schirm hatte, ist dem Umstand zu verdanken,
dass
es Gemeinden gibt, denen es noch wesentlich schlechter geht.
Wir
hatten das Projekt Multifunktionsfläche vor Jahren zur Förderung eingereicht,
und die Kofinanzierung im Haushalt.
Wir
wurden mit der Förderung nicht bedacht. Die Gemeinde, die eigentlich gefördert
werden sollte, hatte im entscheidenden
Moment
jedoch keine Eigenmittel, und so kamen wir doch noch dran. Die Kinder
freuen sich das ganze Jahr darüber und wir
haben
zum Dorffest darauf getanzt.
Das
letzte Geld haben wir dann noch in die Instandsetzung der Brücke gesteckt
und dann waren wir blank.
Irgendetwas
muss uns in absehbarer Zeit jedoch einfallen, die Querstraße ist überreif.
Aber das schaffen wir heute nicht mehr.
Eine
Sache für dieses Jahr ist noch erwähnenswert:
Vom
8-10 Juni bekommen wir Besuch von unseren Partnergemeinden aus Schleswig
Holstein, aus Borsfleth und
Bahrenfleth-
Neuenkirchen, das gilt es gut vorzubereiten, damit wir uns als würdige
Gastgeber zeigen können.
Ja,
dann hatten wir im September noch Wahlen, ein Wahlergebnis ist hier anwesend.
Liebe
Bärbel, aus Hanshagen die besten Wünsche für Deinen Job, der Großkreis
ist sicher eine echte Aufgabe.
Aber
ich pflege immer zu sagen leichte Sachen kann jeder, für anspruchsvolle
Aufgaben nehmen wir die Besten.
In
diesem Sinne viel Erfolg.
Genau
genommen sind noch zwei weitere Wahlergebnisse anwesend, Herr Kreistagspräsident
und sein 2. Stellvertreter.
Im
Übrigen möchte ich das Thema Landkreis Vorpommern Greifswald nicht weiter
strapazieren, es ist da noch so viel im
Fluss,
in Bewegung, das würde zu spekulativ werden, sich jetzt und hier dazu
zu äußern. Damit will ich nicht sagen,
dass
uns das nicht berührt, im Gegenteil, es ist halt heute noch nicht die
passende Zeit.
Abschließend
gestatten sie mir, dass ich mich bei meinem wichtigstem Gremium bedanke,
unserer Gemeindevertretung
und
unseren berufenen Bürgerinnen und Bürgern in den Ausschüssen.
Dem
Bauausschuss unter Leitung von Volker Mittelstedt,
dem
Umweltausschuss geleitet durch Manfred Petrick,
dem
Sozialausschuss mit Sibylle Spiering und
dem
Finanzausschuss von Peter Liepe, der zugleich auch mein erster Stellvertreter
ist
sowie
bei meinem 2. Stellvertreter Dieter Schipp.
Meine
Damen und Herren,
wie
immer pflege ich mich abschließend bei unseren Bürgerinnen und Bürgern
dafür zu bedanken, dass Sie alle mehr
oder
weniger gern, aber hoffentlich alle vollständig, Ihre Steuern bezahlt
haben.
Wir
haben versucht das Beste daraus zu machen, dass es nicht mehr geworden
ist, liegt in erster Linie daran,
dass
davon so wenig bei uns angekommen ist.
Ich
möchte jetzt mit Ihnen auf das neue Jahr anstoßen, bleiben Sie so aktiv
wie bisher und aktivieren
Sie,
wenn´s geht, auch noch weite Leute.
Herzlichen
Dank für ihre Aufmerksamkeit, zum Wohle!
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